Gefahrgutausbildung und -ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr Gifhorn

Anlegen des Schutzanzuges Der GW-G ist ein Fahrzeug der neueren Generation im feuerwehrtechnischen Dienst. Die Anzahl der Gefahrguttransporte auf der Straße, in der Luft und zu Wasser nimmt kontinuierlich zu und auch die Verwendung von Gefahrstoffen in der Industrie steigt an. Um die Gefahren von chemischen oder radioaktiven Stoffen für Mensch und Umwelt bei einem Unfall effektiv abzuwehren, bildet die Feuerwehr Gifhorn ihre Kameraden im Umgang mit diesen Stoffen aus.

Der GW-G besitzt sämtliche Gerätschaften zum Aufspüren und Messen gefährlicher Stoffe und bietet den Kameraden ein weites Spektrum an Materialien zur Beseitigung dieser Mittel. Der Landkreis Gifhorn verfügt über drei GW-G. Ein großer GW-G 3 steht in Gifhorn, je ein GW-G 1 in Wahrenholz im Norden und in Brome im Osten des Landkreises. Die drei Fahrzeuge und Besatzungen können im Ernstfall Hand in Hand miteinander Arbeiten.

In internen Fortbildungen zum Thema Chemikalienschutzanzug (CSA) werden auch die Kameraden der Ortsteilwehren in die Ausbildung mit einbezogen, so daß im Einsatzfalle zusätzliche Kräfte zur Verfügung stehen.

Ein Trupp unter CSA beim Untersuchen einer Unfallstelle Bei einem Gefahrgutunfall, z.B. mit auslaufender Flüssigkeit, geht zuerst ein Trupp unter Chemikalienschutzanzug zur Bestimmung des Stoffes vor. Sobald die Chemikalie ermittelt ist, werden weitere Trupps eingesetzt. Wichtigstes Einsatzziel ist hierbei die Abwendung von Schaden von Mensch und Natur, wobei jedoch der Eigenschutz der eingesetzten Kräfte an erster Stelle steht.

Je nach Art und Gefährlichkeit des Gefahrstoffes, wird anschließend eine weitere Ausbreitung verhindert, beispielsweise durch Abdichten einer Leckage. Für solche Einsatzzwecke stehen spezielle Gerätschaften wie luftdruckbetriebene Leckdichtkissen oder Auffangwannen zur Verfügung. Danach wird der Gefahrstoff, wenn möglich, geborgen. Dazu stehen besondere Pumpen und Gefäße zur Verfügung.

Eine abschließende gründliche Dekontamination der Einsatzkräfte ist für die Vermeidung der Verschleppung des Gefahrstoffes und ein gefahrloses Ablegen der Schutzkleidung unverzichtbar.

Ein Trupp unter CSADer Gefahrstoffeinsatz ist für die Feuerwehren sehr zeit-, und personalintensiv. Ohne regelmäßige Ausbildungen ist es den Einsatzkräften nicht möglich, schnell und effektiv Hilfe zu leisten, die speziellen Gerätschaften anzuwenden und die besonderen Gefahren des Einsatzes berücksichtigen zu können.

Ernstfälle werden daher in einem regelmäßigen Zyklus im Rahmen der Standortausbildung von den Kameraden der Feuerwehr Gifhorn geübt, und die Ausbilderteams versuchen durch die Modifizierung des Ausbildungsdienstes die Einsatzkräfte auf jede Situation vorzubereiten.

Letzte Änderung am Freitag, 23 August 2013 07:19

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