Strahlrohre

Strahlrohre dienen dazu den Wasserstrahl zu erzeugen, mit dem gelöscht wird.

Diese an sich einfache Aufgabe hat trotzdem zu der Entwicklung verschiedener Typen von Strahlrohren geführt, jedoch waren lange Zeit nur die immer noch sehr häufig genutzten Mehrzweckstrahlrohre nach DIN 14365 bei den deutschen Feuerwehren verbreitet. In den letzten Jahren jedoch werden bei Neubeschaffungen oftmals zusätzlich sogenannte Hohlstrahlrohre , der Name entsteht durch den hohlen Wasserstrahl, beschafft. Die sehr überzeugende Effizienz diese Strahlrohrtyps führt, trotz höherer Kosten, zu einer immer stärkeren Verbreitung. Eine weitere Gruppe bilden die Schaumrohre . Hier wird dem Wasser ein Schaummittel, heute überwiegend synthetischer Herkunft, zugemischt und dieses Gemisch wird anschließend verschäumt. Je nach Anwendungszweck kann verschiedenartiger Schaum hergestellt werden. Doch auch die Entwicklung der Schaummittel ist nicht stehengeblieben. Heute sind diese höher konzentriert erhältlich, so daß nur eine geringere Menge mitgeführt werden muss oder mehr Schaum erzeugt werden kann. Das sogenannte Class-A Schaummittel ist auf Brände von festen Stoffen optimiert, und lässt sich ohne Schaumrohr mit einem Hohlstrahlrohr nutzen.

Strahlrohre dienen dazu den Wasserstrahl zu erzeugen, mit dem gelöscht wird.

Diese an sich einfache Aufgabe hat trotzdem zu der Entwicklung verschiedener Typen von Strahlrohren geführt, jedoch waren lange Zeit nur die immer noch sehr häufig genutzten Mehrzweckstrahlrohre nach DIN 14365 bei den deutschen Feuerwehren verbreitet. In den letzten Jahren jedoch werden bei Neubeschaffungen oftmals zusätzlich sogenannte Hohlstrahlrohre , der Name entsteht durch den hohlen Wasserstrahl, beschafft. Die sehr überzeugende Effizienz diese Strahlrohrtyps führt, trotz höherer Kosten, zu einer immer stärkeren Verbreitung. Eine weitere Gruppe bilden die Schaumrohre . Hier wird dem Wasser ein Schaummittel, heute überwiegend synthetischer Herkunft, zugemischt und dieses Gemisch wird anschließend verschäumt. Je nach Anwendungszweck kann verschiedenartiger Schaum hergestellt werden. Doch auch die Entwicklung der Schaummittel ist nicht stehengeblieben. Heute sind diese höher konzentriert erhältlich, so daß nur eine geringere Menge mitgeführt werden muss oder mehr Schaum erzeugt werden kann. Das sogenannte Class-A Schaummittel ist auf Brände von festen Stoffen optimiert, und lässt sich ohne Schaumrohr mit einem Hohlstrahlrohr nutzen.

Mehrzweckstrahlrohr

Das gebräuchlichste Strahlrohr ist wohl das Mehrzweckstrahlrohr nach DIN 14365. Hierbei ist zwischen Voll- und Sprühstrahl wählbar.

  •  Der Vollstrahl (ein geschlossener Strahl) erreicht eine höhere Reichweite und ein höhere Eindringtiefe
  • Der Sprühstrahl erreicht keine so hohe Reichweite wie der Vollstrahl, und auch die Auftreffwucht ist geringer; dafür ist der Wirkungsbereich größer.
  • Die Durchflussmenge lässt sich durch Abschrauben des Mundstücks erhöhen.

Dieses Strahlrohr gibt es in verschiedenen Größen:

  • Strahlrohr DIN 14365-BM
  • Strahlrohr DIN 14365-CM
  • Strahlrohr DIN 14365-CMM
  • Strahlrohr DIN 14365-DM

Der erste Buchstabe nach dem Bindestrich gibt die Größe (B, C oder D) an; der zweite Buchstabe "M" steht für Mehrzweckstrahlrohr; der dritte Buchstabe "M" weist ggf. auf die Ausstattung mit Mannschaftschutzbrause hin.
Die Mannschaftschutzbrause ist eine zusätzliche Düse, die eine Wasserschleier vor dem vorgehenden Trupp erzeugt, und diesen dadurch etwas vor der Hitzeeinwirkung schützt.

Aufgrund der einfachen Bauweise ist dieser Strahlohrtyp relativ unempfindlich gegenüber Verschmutzungen im Löschwasser.

Hohlstrahlrohr

Standardmäßig gelangen bei der Freiwilligen Feuerwehr Gifhorn auch Hohlstrahlrohre zum Einsatz. Diese modernen Strahlrohre sind wesentlich komplexer aufgebaut als der vorgenannte Typ, und ermöglichen dadurch eine hohe Flexibilität bei der Brandbekämpfung. Die Einstellbarkeit der Durchflussmenge und der Strahlform in einem sehr weiten Bereich helfen dabei, Brände noch effektiver zu bekämpfen und den Wasserschaden weiter zu minimieren.

Die feine Zerstäubung bietet auch noch weitere Vorteile:

  • starke Kühlwirkung durch schnelles Verdampfen der vielen kleinen Wassertropfen = geringer Wasserschaden.
  • Niederschlagen giftiger Dämpfe und Gase
  • Schutz der Einsatzkräfte durch den Wasserschleier vor Wärme und Rauch

Die durch diese Strahlrohrtyp entstehende Tröpchengröße wird von Experten als optimal angesehen. Im Gegensatz zu Mehrzweckstrahlrohren ist die Größe der Tröpchen kleiner, dadurch verdampft mehr Wasser, und entwickelt dabei eine enorme Kühlwirkung. Es werden zwar durch Hochdruck- und Zerstäubungslöschsysteme noch kleinere Tröpfchengrößen erzeugt, diese haben jedoch trotz hoher aufgebrachter Drücke nur eine geringe Eindringtiefe und Reichweite, oder sie verdampfen so schnell das die Einsatzkräfte gefährdet werden.

Nur mit diesem Strahlrohrtyp ist eine effektive Flash- Over (Rauchgasdurchzündung) Bekämpfung möglich. Hierbei wird durch einen Wasserstoß die im oberen Teil des Brandraumes befindliche Rauchgasschicht heruntergekühlt, so dass eine Durchzündung verhindert werden kann. Auch aus diesem Grund gehören Hohlstrahlrohre mittlerweile zur Standardausrüstung im Innenangriff.

Schaumrohre

Das Schaumrohr dient bei der Erzeugung von Löschschaum zur Vermischung des im Zumischer erzeugten Wasser/Schaummittelgemisches mit Luft. Es gibt zwei verschiedene Arten Schaumrohre:

Schwerschaumrohre:

  • S 2 mit 200l/min Durchflussmenge
  • S 4 mit 400l/min Durchflussmenge
  • S 8 mit 800l/min Durchflussmenge

Mittelschaumrohre:

  • M 2 mit 200l/min Durchflussmenge
  • M 4 mit 400l/min Durchflussmenge
  • M 8 mit 800l/min Durchflussmenge

Der Unterschied zwischen den Schaumrohren besteht in der sogenannten Verschäumungszahl, die das Mengenverhältniss zwischen Wasser/Schaummittelgemisch und dem Endprodukt Schaum angibt.

Beispiel:
97 l Wasser + 3l Schaummittel ergibt 100 l Wasser/Schaummittelgemisch + 900 l Luft ergibt = 1000 l Schaum
Somit ist die Verschäumungszahl (VZ) = 10 (1000 l Schaum / 100 l Wasser/Schaummittelgemisch = 10)

Zumischer

  • Z 2 mit 200l/min Durchflussmenge
  • Z 4 mit 400l/min Durchflussmenge
  • Z 8 mit 800l/min Durchflussmenge

Das Schaummittel wird über einen Kunststoffschlauch aus einem Kanister angesaugt, und dem durchfließendem Löschwasser zugemischt. Die Dosierung ist zwischen 0,5 % - 5 % einstellbar. Es muß zwischen Schaumstrahlrohr und Zumischer noch mindestens eine Schlauchlänge verlegt werden, um eine gleichmäßige Vermischung zu gewährleisten.

Letzte Änderung am Mittwoch, 27 November 2013 02:02

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